21|10|2020

Süddeutsche Meisterschaften in Sindelfingen mit Kathi Vogl

Platz 9 im Weitsprung - Über 60 Meter Zwischenlauf erreicht

(08./09.02.2020) Nur wenig Zeit blieb Katharina Vogl, um die Silbermedaille bei der Bayerischen Meisterschaft am vorigen Wochenende zu genießen. Die knappe Freizeit war in den letzten Wochen noch etwas mehr eingeschränkt: Am Montag nach der Süddeutschen Meisterschaft stand die Prüfung zur Steuerfachangestellten an. Statt Regeneration also noch einmal voll konzentriert an den Start gehen und möglichst viele Punkte holen. Kathi hat bestanden, wir gratulieren herzlich. Vorher war sie in Sindelfingen bei den Süddeutschen Meisterschaften über 60 Meter und im Weitsprung am Start.

Im Sprint durfte sich die 20-jährige Hohenpeißenbergerin durchaus Chancen ausrechnen, die Zwischenläufe der 24 besten Frauen zu erreichen. Im 5. von insgesamt 8 Vorläufen kam Kathi nach 7,95 Sekunden als Vierte ins Ziel. Zwischenlauf erreicht: "Sie ist besser gestartet als letzte Woche, dann aber nicht ganz so schön ins Fliegen gekommen", meinte Abteilungsleiter Frank Osenberg, der dann auch im Zwischenlauf eine starke Leistung von Kathi sah: "Auch hier hat sie gegenüber der Meldung Plätze gut gemacht." Mit 7,94 Sekunden war Kathi zweitschnellste bayerische Vertreterin, verpasste aber das Finale. Im Endlauf über 60 Meter siegte Denise Uphoff vom Sprintteam Wetzlar überlegen in 7,46 Sekunden.
Einen kuriosen Verlauf nahm der Weitsprungwettbewerb am Sonntag. Hier konnte sich Kathi aufgrund der gemeldeten Weiten der insgesamt 16 Frauen gute Chancen auf den Endkampf ausrechnen. Die gemeldeten Weiten wurden aber von fast allen Teilnehmerinnen deutlich verfehlt. "Das Absprungbrett war nur einen Meter vor der Grube, in der Regel sind es aber, wie auch in München, 2 Meter von der Grube zum Brett", wunderte sich nicht nur Frank Osenberg."Die Optik beim Anlauf war für alle ungewohnt, es wurde sehr viel vor dem Brett abgesprungen."
Das war an den erzielten Weiten abzusehen. Der Titel ging mit 5,68 Metern an Nina Garay von der LG Region Karlsruhe, die diese Weite drei Mal nacheinander sprang und sich den Titel mit gleicher Weite wie ihre Verfolgerin Wiebke Lyhs (LG Filder) sicherte. Die Abstände auf den weiteren Plätzen waren eng, und am Ende ist es schade, dass Kathis zweiter Sprung ebenfalls vor dem Brett begonnen hatte. "Da war sie gut über 5,60 Metern", meinte Frank Osenberg, doch die Kampfrichter konnten nur 5,41 Meter messen. Damit fiel Kathi am Ende des 3. Durchgangs noch auf Rang 9 zurück und konnte sich nicht für den Endkampf qualifizieren. Schade, denn die dort erzielten Weiten der besten Acht ist sie alle schon gesprungen.

Doch in diesem Fall hatte Kathi ja noch ihren dritten Start am Montag, und spätestens nach der Prüfung sollte die kleine Enttäuschung vergessen sein.